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Das Studiokino lädt wieder ein

Sei dem 4. November hat das Studiokino am Moritzplatz wieder seine Türen geöffnet. Darüber, was sich hier tut und tun wird, sprach MZ mit Otto Rosenthal, dem Leiter der Kreisfilmstelle Magdeburg.

MZ: Könnten Sie ein paar Worte zum Spielplan dieses Kinos sagen?
Otto Rosenthal: Dem Charakter des Studiokinos entsprechend findet ein täglicher Filmwechsel statt. Das Programm ist international. Regelmäßig finden Diskussionsabende statt, zu denen auch Filmschaffende eingeladen werden.
MZ: Das deutet schon an, daß es hier um mehr geht als ums Ansehen der Filme.
Otto Rosenthal: Ganz richtig. Das Studiokino mit seinen 64 Plätzen ist ja geradezu geschaffen für ein näheres Befassen mit dem Geschehen, für Gespräche, Diskussionsrunden. Und eine ganze Reihe von Betrieben und Institutionen nutzt es auch schon für ihre kulturelle Tätigkeit. Uns geht es aber auch darum, die fünf Filmklubs, die es jetzt in unserer Stadt gibt, in ihrer Arbeit zu unterstützen. Für sie sollen dort Filme laufen zum Beispiel über die technische Entwicklungen des Films, Filme, an denen man ästhetische Probleme herausarbeiten kann, und natürlich Gegenwartsfilme.
MZ: Aber nicht jeder ist in einem Filmklub ...
Otto Rosenthal: Nein, und darum möchte ich auch ganz dick unterstreichen: Die überwiegende Mehrzahl der Veranstaltungen und Filmvorführungen ist öffentlich, also für jeden, der Interesse hat, gedacht. Es ist beispielsweise auch vorgesehen, wöchentlich einen öffentlichen Diskussionsabend zu gestalten.
MZ: Kürzlich ist im Studiokino ein Theaterbeirat gebildet worden.
Otto Rosenthal: Ja, er hat zehn Mitglieder, die aus Filmklubs, Betrieben, Schulen und aus dem Kino selbst kommen. Am 20. Dezember wird die erste Zusammenkunft sein, wo es unter anderem um den Spielplan des I. Quartals 1977 geht, auch um Einladungen an Schauspieler, Regisseure ... Außerdem haben wir die Vorstellung, daß man hier bestimmte Filmzyklen zeigen sollte: Über die Entwicklung des DEFA-Films, des Musikfilms usw. Und einmal im Monat könnte ein Abend des Archivfilms stattfinden. Der Schwerpunkt unserer Arbeit jedoch ist natürlich die Auseinandersertzung mit dem Gegenwartsfilmschaffen.
MZ: Wird es im Programm des Studiokinos auch Platz für die Amateurfilmschaffenden geben?
Otto Rosenthal: Ja - und damit werden wir eine Lücke schließen, die in Magdeburg noch vorhanden ist. Denn Schmalfilme werden in keinem unserer Kinos gezeigt. Dabei gibt es doch eine ganze Reihe guter Filme, die an Abenden der Amateurfilmzirkel im Studiokino gezeigt werden. Die Interessen dieser Zirkel werden übrigens durch Herrn Sienkiewicz (korr. PCart) aus dem SKL in unserem Theaterbeirat vertreten.
MZ: Eine letzte Frage noch: Wird es im Studiokino einen Filmklub geben?
Otto Rosenthal: Wir glauben, daß wir schon im Januar 1977 einen Filmklub gründen können, durch den das Kino dann in der Lage ist, sich zur Konsultationsstelle für die anderen Klubs zu entwickeln.

Quelle: MZ Magdeburger Zeitung, 14. Jahrgang, Nr. 51, vom 16. Dezember 1976, Seite 5


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Neues Studiokino mit anziehendem Programm

Vielseitige Veranstaltungen in Magdeburg

Magdeburg, die Stadt des Schwermaschinenbaus, ist seit Ende des vergangenen Jahres um einen kulturellen Anziehungspunkt reicher. Im Norden der Elbestadt wurde das Studiokino "Am Moritzplatz" eröffnet. Damit verfügt die Bezirksstadt über insgesamt sieben Lichtspieltheater.

Ein Besuch in der neuen Kulturstätte, übrigens die erste dieser Art im Bezirk Magdeburg, lohnt. Das mit moderner Filmtechnik und behaglich ausgestattete Kino bietet 64 Gästen, die auch gastronomisch betreut werden, Platz. "Mit dem neuen Filmtheater wollen wir die vielfältigen Interessen an unterschiedlichen Filmgenres besser befriedigen", meint Otto Rosenthal, der Leiter der Kreisfilmstelle Magdeburg. "Dazu wird vom Theaterbeirat, dem Vertreter der sechs Magdeburger Filmklubs sowie von Schmalfilmzirkeln, gesellschaftlichen Organisationen und Betrieben angehören, ein langfristiger Spielplan erarbeitet. Die bisherigen, steigenden Besucherzahlen zeigen, daß diese Methode Resonanz findet."

Das täglich wechselnde Programm reicht vom Dokumentar- über den Trick- und Archivfilm bis zum historichen Film. An bestimmten Wochentagen haben einzelne Genres ihren festen Platz im Spielplan. So ist der Dienstag ausschließlich dem Kurz- und Dokumentarfilm vorbehalten. Am Mittwoch werden Märchen- und Trickfilme gezeigt. Starken Zuspruch findet donnerstags ein Zyklus, der einen Überblick über die künstlerische Entwicklung von Regisseuren und Darstellern vermittelt. Gegenwärtig werden Filme des DEFA-Regisseurs Horst Seemann, so "Zeit zu leben", "Reife Kirschen" und "Suse, liebe Suse" aufgeführt.

Das neue Studiokino dient auch als Stätte des schöpferischen Gesprächs mit Regisseuren, Schauspielern, Kameraleuten und Bühnenbildnern. So diskutieren die sowjetischen Filmschaffenden Semjow Marchagin und Olga Naumenkow mit Magdeburgern über ihren Film "Ironie des Schicksals".

Mit dem Rat des Stadtbezirkes Nord wurde eine Vereinbarung abgeschlossen, um die Möglichkeiten dieses Filmtheaters noch besser zu nutzen. So sollen noch mehr Schüler und Rentner aus dem Neubaugebiet Magdeburg-Nord zu einem Besuch im Studiokino angeregt werden. Auch Interessen von Brigaden und Pädagogenkollektiven finden Berücksichtigung. Für polnische Werktätige, die gegenwärtig in der Elbestadt arbeiten, werden jetzt Mittwoch nachmittags Filme in ihrer Muttersprache gespielt. Für Praktikanten aus Vietnam und Algerien ist künftig die Aufführung von Filmen in vietnamesischer beziehungsweise französischer Sprache vorgesehen.

Reinhard Bauerschmidt

Quelle: Neues Deutschland, vom 27. Januar 1977, Seite 5


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Das Studiokino ladet ein

"DEFA-Filme als Spiegelbild der Entwicklung der DDR" ist das Motto einer Filmreihe im neuen Magdeburger Studiokino. Das 64 Plätze zählende Zentrale Theater, in dem die Besucher auch gastronomisch betreut werden, soll vielfältigen Interessen an unterschiedlichen Filmgenres gerecht werden und mit seinem intimen Rahmen eine bessere Möglichkeit zu Gesprächen sowie zu Sonderveranstaltungen für Kollektive geben.

So reicht das täglich wechselnde Programm von Dokumentar-, über den Trick- oder Archivfilm bis zum historischen Film. Ein Zyklus vermittelt einen Überblick über die künstlerische Entwicklung bekannter Regisseure und Darsteller, gegenwärtig zum Beispiel über den DEFA-Regisseur Horst Seemann. Den seit Jahresbeginn bestehenden langfristigen Spielplan hat der Beirat erarbeitet, dem Vertreter von Filmklubs, Schmalfilmzirkeln, Organisationen und Betrieben angehören.

Ein Vertrag mit dem Stadtbezirk Nord, in dem das Studiokinogelegen ist, dient der Gestaltung gesellschaftlicher Höhepunkte wie des 60. Jahrestages der Oktoberrevolution, Jugendweihen sowie Betriebs- und Wohngebietsfesten.

Auftakt ist eine Veranstaltung mit dem sowjetischen Film "Der rote Geiger".

Quelle: Volksstimme, vom 19. Januar 1977, Seite 7


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Filmklub

Im Magdeburger Studiokino am Moritzplatz wurde kürzlich ein Filmklub gegründet, der inzwischen seine Arbeit aufgenommen hat. Gegenwärtig bereitet der Filmklub den ersten Höhepunkt in diesem Jahr vor und hat dazu den bekannten DEFA-Regisseur Horst Seemann zum 24. Februar, 20 Uhr eingeladen. Nach dem Film "Schüsse unter dem Galgen", der an diesem Tage läuft und bei dem er die Regie führte, wird Horst Seemann Fragen des Publikums über seine Arbeit als Regisseur beantworten.

Im Monat März ist der Besuch des DEFA-Regisseurs Heiner Carow vorgesehen, dessen Filme dann wiederum im März jeweils am Donnerstag zu sehen sind. Im Februar haben Interessenten die Möglichkeit, an einem Vortrag über die Technik des Films teilzunehmen.
Für die Amateurfilmer hat der Filmklub viermal jährlich einen Tag des Amateurfilms vorgeschlagen.

Peter Sienkiewicz

Quelle: Volksstimme, vom 12. Februar 1977, Seite 5


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Im Studiokino
"Am Moritzplatz"

hat sich ein Filmklub formiert, der seine Arbeit bereits aufgenommen hat. Gegenwärtig bereitet der Filmclub den ersten Höhepunkt in diesem Jahr vor und hat dazu den bekannten DEFA-Regisseur Horst Seemann zum 24. Februar 1977, 20 Uhr eingeladen. Nach der Vorführung des Filmes "Beethoven - Tage aus einem Leben" wird sich Horst Seemann Fragen des Publikums über seine Arbeit als Regisseur stellen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden jeweils am Donnerstag, dem "Tag des besonderen Films und Archivfilms" des Studiokinos, weitere Arbeiten des Regisseurs gezeigt.

Vorausschauend auf den Monat März ist der Besuch des DEFA-Regisseurs Heiner Carow vorgesehen, dessen Filme dann wiederum im Monat März, jeweils am Donnerstag, zu sehen sind.

Zur Erweiterung des Allgemeinwissens haben Interessenten die Möglichkeit, an einem Vortrag über die Technik des Filmes teilzunehmen, der noch im Februar stattfinden wird.

Um die Arbeit der Amateurfilmer gebührend zu würdigen, hat der Filmclub zunächst viermal jährlich die Durchführung des Tages des Amateurfilmers vorgeschlagen, der jeweils zum Ende des Quartals durchgeführt werden soll. Eröffnet wird der Tag des Amateurfilmers mit dem Einzelamateur Heinz Meynhardt aus Burg, der vielen bereits durch seine außergewöhnlichen "Wildschwein-Filme" im Fernsehen bekannt sein könnte. Weiterhin ist vorgesehen, daß Kollektive aus den Magdeburger Betrieben diese Einrichtung nutzen und sich zu diesem Zweck Filme ihrer Wahl ansehen können.

Interessenten wenden sich an Kollegen Sienkiewicz, TNN, Tel. 23 19.

Quelle: HEUTE im "MOTOR", Nr.7, 16. Februar 1977


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Zum 1. Mal im Kino: Tag des Amateurfilmers

Mit dem Gongschlag des Studio-Kinos am Moritzplatz ist es am 25. März 1977 um 17 und um 20 Uhr soweit: Der Filmklub will den Versuch machen, den im Bezirk Magdeburg arbeitenden Amateurfilmern ein Podest zu schaffen, von dem aus sie ihre Arbeiten einem breiteren Publikum zugänglich machen können, als es bisher möglich war.
Bekanntlich ist aller Anfang schwer, der Anfang soll Maßstäbe setzen. Das gelingt sicher dem "Einzelamateur" Heinz Meynhardt aus Burg. Gezeigt werden sollen seine Filme "Der Wellensittich" - ein Hausgenosse unserer Zeit", der im 14. Amateurfilmwettbewerb des Bezirkes Magdeburg einen 1. Preis und im zentralen Wettbewerb der DDR einen Sonderpreis für gute Kameraarbeit erhielt, als DDR-Beitrag nach Bulgarien delegiert wurde und dort ebenfalls einen 1. Preis belegte, und die "Bläßralle", der im 15. Bezirkswettbewerb gleichfalls mit einem 1. Preis und im zentralen Wettbewerb mit der Medaille für hervorragende Leistungen ausgezeichnet wurde. Bekannt wurde der Amateurfilmer Heinz Meynhardt vielen durch seine im Fernsehen der DDR gezeigten Filme über das Schwarzwild. So wird im Programm auf jeden Fall der Film "Kinderstube der Wildschweine" zu sehen sein, der erst im kommenden Jahr zum nächsten Wettbewerb eingereicht wird.

Für seine hervorragenden Leistungen wurde Heinz Meynhardt 1976 zum Tag der Republik mit dem Kunstpreis ausgezeichnet. Selbstverständlich wird er als Gast des Abends in einem Forum gern die Fragen des Publikums beantworten.

Wenn dieser Versuch, Amateurfilme zu zeigen, eine gute Resonanz findet, hat der Filmklub vor, später auch bekannte Amateurfilmer und Studios aus anderen Bezirken einzuladen.
P. Sienkiewicz

Quelle: MZ (Magdeburger Zeitung) am Wochenende, 22. März 1977, Preis 15 Pfennig


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Amateurfilmer im Studiokino

Mit einem der bekanntesten Amateurfilmer eröffnete der Filmklub des Studiokinos am Moritzplatz kürzlich eine neue Veranstaltungsreihe unter dem Motto "Tag des Amateurfilmers". Eingeladen war Heinz M e y n h a r d t aus Burg, der jüngst in mehreren Fernsehsendungen Aufsehen mit seinen Aufnahmen vom Schwarzwild erregte.

Der Elektromeister hat sich als Tierfreund der Tierverhaltensforschung verschrieben und kann auf beachtliche wissenschaftliche Anerkennung verweisen, ebenso aber genießt er auf Grund seiner gelungenen Amateur-Tierfilme hohes Ansehen. Beides ist nicht voneinander zu trennen. Im vergangenen Jahr wurde er anläßlich des Nationalfeiertags mit dem Kunstpreis der DDR geehrt.

Auf dem 1. Tag des Amateurfilmers im Studiokino zeigte er seinen ersten Film "Der Wellensittich" und "Die Bläßralle". Beide wurden auf verschiedenen Wettbewerben ausgezeichnet. Der dritte Streifen unter dem Titel "Kinderstube der Wildschweine" war neuesten Datums.

Heinz Meynhardt, dessen Schaffen nicht nur Amateurfilmern, sondern auch Tierfreunde in hohem Maße anspricht, hatte leider kein zahlreiches, aber ein sehr interessiertes Publikum. Durch eine Panne in der Vorbereitung dieser Veranstaltung wußten die wenigsten Interessenten davon.
Doch der rührige Filmklub unter der Leitung von Peter S i e n k i e w i c z sollte sich dadurch nicht entmutigen lassen, dieses Forum der Amateurfilmer weiterzuführen. Geplant ist, bekannte Filmklubs und auch Einzelamateure einzuladen: einmal, damit sie ein Publikum für ihre Werke finden und zum anderen, um Anregungen für das sinnvolle Hobby Amateurfilm zu geben.

Quelle: LIBERAL-DEMOKRATISCH ZEITUNG, Sonnabend, 2. April 1977 - Nr.79, 32. Jahrgang / Preis 0,15 Mark


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Besuch im Studiokino

Das Studio-Kino am Moritzplatz ist für viele Filmfreunde unserer Stadt zu einem Begriff geworden durch seine unkonventionelle Ausstattung mit 64 Drehsessel, die moderne Filmtechnik und den gastronomischen Besucherservice.

Der Filmklub des Studio-Kinos ist der jüngste in einer Stadt mit einer guten Filmklubtradition, kann jedoch schon auf eine Vielzahl interessanter Veranstaltungen zurückblicken. So waren bekannte DDR-Regisseure mit ihren neuesten Filmen zu Gast im Studio-Kino. Gute Erfahrungen gibt es bei der Förderung des Amateurfilms durch einen Filmklub. Am 28. September wird bereits der dritte "Tag des Amateurfilmers" stattfinden. Das ist nicht verwunderlich, denn der Leiter des ehrenamtlichen Filmklubs, Peter S i e n k i e w i c z, ist selbst leidenschaftlicher Amateurfilmer. Die Leitungsmitglieder des Filmklubs haben die "Saure-Gurken-Zeit" des Sommers genutzt und warten ab September mit einer neuen Konzeption auf.
Ab 14. September wird der Filmklub jeden Mittwoch ab 20 Uhr das Programm des Studio-Kinos gestalten. Dabei fühlt sich der Klub für die Filmauswahl, Öffentlichkeitsarbeit, Einführung und Diskussion gleichermaßen verantwortlich.
Mit Unterstützung des Staatlichen Filmarchivs der DDR wird monatlich ein filmgeschichtlich wichtiger Beitrag gezeigt, so im Oktober der Antikriegsfilm "Im Westen nichts Neues" und 1978 Beispiele des proletarisch-revolutionären Films.
Erstes Anliegen ist es, das kollektive Erlebnis im Kino, das nicht nur in bunter und unbeschwerter Unterhaltung, sondern in echter Auseinandersetzuung mit den Leistungen Internationaler Filmkunst besteht, zu fördern. So wird jeden dritten Mittwoch ein Filmgespräch zu einem diskussionswürdigen Filmkunstwerk vorbereitet. Nach dem japanischen Film "Harakiri" wird dies am 21. September die Verfilmung des Gorki-Stückes "Sommergäste" sein.
Drewitz

Quelle: Volkstimme, (Ausgabe und Datum unbekannt)


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Um 20 Uhr ist Filmklubzeit ...

Eine besonders attraktive Reihe im Programm des Filmklubs Studiokino in diesem Jahr ist das "Kino-Konzert". Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? "Kino" soll stehen für Kintopp, entgegen den sonstigen Geflogenheiten also leichte Filmkost; "Konzert" für öffentliche Musikaufführungen von Popgruppen, Jazzern und Liedermachern.
Die Verbindung von Film und Musik ist keineswegs neu. In der Zeit der Stummfilme stand vor jeder Leinwand ein Piano, auf dem jemand herumhämmerte, oft ohne Rücksicht auf den Inhalt des Films. Auch heute gibt es noch Stummfilme, die noch nicht nachträglich mit einer Musik unterlegt werden. So hatte der Filmklub die Idee, die Musiker wieder ins Kino zu holen. 1979 war das erste Kino-Konzert, das beim Publikum großen Zuspruch fand. In diesem Jahr soll diese Idee wieder aufgenommen und Zusammenarbeit mit dem Filmklub "Am Eulenspiegelbrunnen", der sein Domizil im Theater des Friedens hat, in den dortigen Räumen als Veranstaltungsreihe fortgeführt werden. Am 12. März findet das erste 80er Kino-Konzert statt, bei dem der Charlie-Chaplin-Film "Goldrausch" zu sehen sein wird. Dazu ist die Passat-Blues-Band aus Berlin eingeladen worden.

Andere Vorhaben für das neue Jahr, in dem in altbewährter Weise Filme des Progress-Filmverleihs, des Staatlichen Filmarchivs und der in Berlin etablierten Kulturzentren befreundeter Nachbarländer entsprechend bestimmten Themenkomplexen gezeigt werden sollen, sind außerdem die Reihe "Der neue Film" mit Streifen aus dem aktuellen Spielangebot sowie die Vorführung nationaler Filmproduktionen der UdSSR und der USA. In bekannter und bewährter Weise finden der Tag des Amateurfilmers und der dritte Teil der "Filmgeschichte in Streiflichtern" ihre Fortsetzung.

Wer Näheres über den Filmklub erfahren möchte, sollte im Studiokino "Am Moritzplatz" vorbeischauen: Um 20 Uhr ist Filklubzeit.
Ralf Kozica

Quelle: MZ (Magdeburger Zeitung) am Wochenende, 10. Januar 1980, Preis 15 Pfennig


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Vielbeachtetes Konzert

Obwohl der Fußball seine Anhänger vor den Bildschirm zog, konnte das Theater des Friedens zum 3. Magdeburger Kinokonzert eine ausverkaufte Veranstaltung verbuchen. Chaplins Einakter, die schon Jahrzehntelang den Menschen ein teils mitfühlendes, teils bitterböses Lachen entlocken, begeisterten auch an diesem Abend ihr Publikum. Diese meisterlichen turbulenten und doch feinfühligen Stücke Charlie Chaplins, die ihn zur Symbolfigur für die "siebente Kunst" machten, wurden von Dr. Peter Güntzschel gekonnt am Klavier begleitet.
Zwischen den Filmen verhalfen die komödiantischen Lieder der "Folkländer" dem Programm zu echter "Kintopp"-Atmosphäre. Schade war, daß ein Musiker der Country-Gruppe "Hufnagel" verspätet anreiste und so von ihr nur der Schlußteil des Abends bestritten werden konnte.
Auf das Konto der Solidaritätsaktion des Ministeriums für Kultur, "Zwei Filmkopien für Mocambique", konnten 358,20 Mark, die am Plakat- und Schallplattenbasar eingenommen wurden überwiesen werden. Auch die Musiker gaben einen Teil ihrer Gage dazu. Diese gelungene Veranstaltungsreihe verspricht, erfolgreich zu werden.
Rainer Schedlinski

Quelle: Volkstimme, (Ausgabe und Datum unbekannt)


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Fortsetzung folgt!